Prof. Christopher Baum

Wie lassen sich Gene im Körper ersetzen?

Prof. Christopher Baum Foto: MHH

Prof. Christopher Baum Foto: MHH

Ein defektes Gen durch ein intaktes Austauschen – das ist das Ziel der Forschungsarbeit von Christopher Baum. Der Leiter der Abteilung Experimentelle Hämatologie an der Medizinischen Hochschule Hannover erklärt bei einer Podiumsdiskussion, welche Möglichkeiten die Gentherapie bereits heute bietet.

Baum studierte in Essen, Freiburg und Hamburg Medizin, promovierte 1991 und habilitierte 1999. Seit 2000 ist er an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) tätig, seit 2007 ist er deren Forschungsdekan. Von 2006 bis 2007 war Christopher Baum Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gentherapie, weiterhin ist er Mitglied der Senatskommission für Grundsatzfragen der Genforschung in der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Baum, dessen Arbeit mit zahlreichen Preisen gewürdigt wurde, war zudem mehrere Jahre als Professor am Cincinnati Children’s Hospital Medical Center tätig, einem der größten kinderärztlichen Krankenhäuser in den USA. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört die Sicherheit beim Einsatz von Genfähren. Solche Genfähren werden genutzt, um funktionierende Varianten eines fehlerhaften Gens in den Körper zu bringen. Beispielsweise entwickelte Baum gemeinsam mit Kollegen eine Methode, um die Gentherapie der lebensbedrohlichen, angeborenen Immunschwächekrankheit SCID (Severe Combined Immunodeficiency Disease) zu optimieren. Damit können Nebenwirkungen wie beispielsweise die Entstehung einer Leukämie verhindert werden.