Prof. Matthias Schwab

Wie entstehen maßgeschneiderte Medikamente?

Matthias Schwab Foto: IKP

Das menschliche Genom spielt eine immer größere Rolle bei der Entwicklung von Arzneimitteln. Matthias Schwab erklärt den „Tauchgänge“-Kollegiaten, wie das passende Medikament für bestimmte Patientengruppen gefunden wird, unter Berücksichtigung ihres Erbguts.

Schwab studierte Medizin an der Universität von Erlangen-Nürnberg. Nach Promotion (1991) und den Facharztanerkennungen für Kinder- und Jugendmedizin (1996) sowie Klinische Pharmakologie (2000) habilitierte er sich 2003 für die Fächer „Klinische Pharmakologie und Pädiatrische Pharmakologie“ an der Eberhard-Karls Universität Tübingen. Einer Position als Visiting Professor am St. Jude Children’s Research Hospital in Memphis, USA, in den Jahren 2005 und 2006 folgte mit Jahresbeginn 2007 die Übernahme des Lehrstuhls für Klinische Pharmakologie an der Universität Tübingen mit der gleichzeitigen Leitung der Abteilung Klinische Pharmakologie am Universitätsklinikum Tübingen und des Margarete Fischer-Bosch-Instituts für Klinische Pharmakologie am Robert-Bosch-Krankenhaus, Stuttgart.

Seit März 2012 ist Schwab zudem Präsident der Deutschen Gesellschaft für Klinische Pharmakologie und Therapie. Seine derzeitigen Arbeitsschwerpunkte sind die Pharmakogenomik einschließlich epigenetischer Aspekte besonders im Zusammenhang mit Krebstherapien und Immunsuppressiva. Ein besonderes Interesse darüber hinaus liegt in der Anwendung neuer Technologien für die pharmakologische Genomforschung und deren Bedeutung für eine personalisierte Medizin.

Im Seminar in Stuttgart wird er die Arbeit des Margarete Fischer-Bosch-Instituts für Klinische Pharmakologie vorstellen und in einem Vortrag darlegen, warum das Fachgebiet der Pharmakogenomik als Paradebeispiel für individualisierte Medizin gelten kann.