Prof. Stefan Aretz

Wie werden Patienten beraten?

Stefan Aretz Foto: Universität Bonn

Genetische Diagnostik kann problematische Befunde ergeben. Man erfährt von einer besonders hohen Veranlagung für Krebs, erkennt eine gefährliche Mutation, die man vielleicht schon an seine Kinder weitervererbt hat, oder weiß, dass man irgendwann an Chorea Huntington erkranken wird. Wie klärt man Patienten über diese Gefahren auf? Wie vermittelt man die Ergebnisse? Stefan Aretz berichtet aus der Praxis.

Aretz leitet die Arbeitsgruppe „Erblicher Darmkrebs“ am Institut für Humangenetik der Universität Bonn und hat dort gerade die Professur für Genetik familiärer Tumorerkrankungen angetreten. Er befasst sich vor allem mit Genotyp-Phänotyp-Korrelationen, der Charakterisierung pathogener Mutationen, der Identifizierung unbekannter kausaler Gene sowie den Themen Krankheitsverlauf und Prävention.

Der Humanmediziner und Facharzt für Humangenetik, der in Marburg und Graz studiert hat, berät regelmäßig Patienten über die Möglichkeiten genetischer Diagnostik und bereitet sie darauf vor, welche Erkenntnisse oder Konflikte sich aus den Befunden ergeben können. Im zweiten Seminar der „Tauchgänge in die Wissenschaft“ wird er an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Prädiktive Genetische Diagnostik und die Rolle des Patienten“ teilnehmen.