Prof. Roland Eils

Was passiert bei der Genomsequenzierung?

Roland Eils Foto: DKFZ

Für weniger als 1000 Euro kann heute ein komplettes menschliches Genom sequenziert werden. Wie läuft das ab? Welche Daten entstehen dabei? Wie arbeiten Wissenschaftler mit diesen Daten, um medizinische Erkenntnisse zu gewinnen? Roland Eils klärt auf.

Eils ist Direktor der Abteilung „Bioinformatik und Funktionelle Genomik“ am Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg. Er arbeitet damit an der Schnittstelle zwischen Biologie und Informatik und hat die Frage im Blick, wie mit den Werkzeugen der Computertechnik neue Erkenntnisse im Blick auf das Leben, Abläufe in Zellen oder die Entstehung von Krankheiten gewonnen werden können. Quantitative Methoden und die Entwicklung von computergestützten Modellen auf Basis experimentell gewonnener Daten werden dabei immer wichtiger.

Der studierte Mathematiker und Informatiker ist zudem Gründungsdirektor des BioQuant-Zentrums in Heidelberg, das unter anderem mit dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg kooperiert. Am DKFZ leitet Eils seit 2002 die Arbeitsgruppe „Theoretische Bioinformatik“. Zudem stand er der „Helmholtz-Allianz Systembiologie“ vor, die die Mechanismen bei der Entstehung komplexer Krankheiten erforschte.