Prof. Gerhard Wolff

Was wollen und müssen Patienten wissen?

Gerhard Wolff

Was sollten Patienten vor einer Prädiktiven genetischen Diagnostik wissen? Wie sollte man ihnen die Ergebnisse vermitteln? Was bedeutet das für die Erwartungen, die an Ärzte gestellt werden? Gerhard Wolff weist auf die ethischen und juristischen Aspekte dieser Problematik hin.

Wolff, der seit 1990 in Freiburg eine Praxis für Humangenetik und Psychotherapie betreibt, wird im „Tauchgänge“-Seminar in Stuttgart an einem Streitgespräch zu Direct-to-Consumer-Angeboten von Prädiktiver genetischer Diagnostik und an einer Podiumsdiskussion zu „Prädiktiver genetischer Diagnostik und der Rolle des Patienten“ teilnehmen.

Er studierte Musik und Medizin in Detmold und Düsseldorf. 1978 begann er am Institut für Humangenetik der Universität Freiburg mit dem Aufbau der Genetischen Beratungsstelle, die er bis 2010 leitete. Seit 1986 ist Wolff als Psychotherapeut anerkannt, seit 1995 ist er zudem Facharzt für Humangenetik.

Wolff, der auch Fortbildungen zur Arzt-Patienten-Kommunikation und zu psychologischen und ethischen Grundlagen genetischer Beratung anbietet, war von 1993 bis 2005 Vorsitzender der Kommission für Grundpositionen und Ethische Fragen der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik und bis 2008 Vorsitzender der Kommissionen Leitlinien Genetische Beratung und Qualitätssicherung Genetische Beratung.

Seine weiteren Arbeitsschwerpunkte sind Anwendungsprobleme genetischer Tests in der medizinischen Praxis, genetischer Exzeptionalismus, psychosoziale Folgen prädiktiver und pränataler Diagnostik sowie Psychotherapie in der Humangenetik.