Grundlagen, Innovationen, Chancen und Risiken

Wie läuft der Klimwandel ab? Wie wirkt er sich aus? Das erklären exzellente Forscher in den „Tauchgängen in die Wissenschaft“.

Der Klimawandel und seine Auswirkungen prägen immer wieder die Schlagzeilen. Überschwemmungen und Stürme, steigende Meeresspiegel und fatale Dürreperioden sind einige der Folgen. Der Zusammenhang zwischen der globalen Erwärmung und der Nutzung fossiler Energieträger ist längst erkannt. Der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien soll deshalb dem Klimawandel entgegenwirken und für mehr Nachhaltigkeit in der Energienutzung sorgen.

Eine fundierte Berichterstattung über diese Themen erfordert die Kenntnis der wissenschaftlichen Grundlagen. Ein Blick auf die Wissenschaften, die sich mit  ökologischer Nachhaltigkeit beschäftigen, auf aktuelle Forschungsprojekte, neue Technologien und die damit verbundenen Potenziale und Risiken hilft, um die vielfältigen Dimensionen des Themas einschätzen und vermitteln zu können.

In „Tauchgänge in die Wissenschaft“ erhalten Journalisten, die nicht aus dem Wissenschaftsressort kommen, die dafür nötigen Einblicke. Vier Seminare, die aufeinander aufbauen, aber in sich geschlossene inhaltliche Einheiten bilden, widmen sich dem Thema aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven.

Die Teilnehmer erleben Forschung vor Ort. Dabei stellen renommierte Wissenschaftler ihre Arbeitsgebiete vor und beantworten die Fragen der Teilnehmer. Diskussionen und Hintergrundgespräche mit Experten sowie der Austausch untereinander sollen Kontroversen ermöglichen, und den Blick beispielsweise auch auf ethische Fragen lenken. Formate wie Streitgespräche und Workshops mit erfahrenen Wissenschaftsjournalisten ermöglichen eine abwechslungsreiche Vermittlung der Inhalte und sind zudem nah an der Redaktionspraxis der Teilnehmer. So können die Kollegiaten zukünftig auf brisante aktuelle Fragen und Themen schneller und qualifiziert reagieren.

  • Im ersten Seminar werden die Grundlagen des Klimageschehens aufgezeigt. Insbesondere die Rolle der Weltmeere als zentrale Komponente des Klimasystems steht dabei im Mittelpunkt. Die Ozeane speichern und transportieren Wärme und steuern so auch Wind und Niederschlag und damit Rahmenbedingungen für Ökosysteme. Sie binden zudem große Mengen CO2 und bieten mit Offshore-Windparks auch Raum für die Energie der Zukunft. Im Seminar erfahren die Kollegiaten zudem, wie Forscher Einblicke in die Klimaveränderungen im Verlauf der Erdgeschichte gewinnen und welche Treiber für solche Veränderungen sie zum Beispiel anhand der Daten aus Bohrkernen erkennen.
  • Im  zweiten Seminar erläutern Wissenschaftler, wie Klimadaten gemessen werden und mit welchen Modellen Wissenschaftler das Klimageschehen simulieren, um so auch Aussagen über die künftige Entwicklung treffen zu können. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Zusammenhang zwischen Klimawandel, CO2 und Energiegewinnung. Im Blickpunkt steht dann besonders die Frage, inwieweit erneuerbare und fossile Energiequellen miteinander konkurrieren beziehungsweise sich ergänzen und welche Herausforderungen der Umstieg auf eine nachhaltige Energieversorgung mit sich bringt.
  • Die Bandbreite erneuerbarer Energien wird im dritten Seminar vorgestellt. Welche Möglichkeiten stehen uns heute bereits zur Verfügung und welche Hürden sind zu überwinden, wenn die Energieversorgung künftig überwiegend aus erneuerbaren Quellen erfolgen soll? Auch die mit der angestrebten Energiewende verbundenen Fragen hinsichtlich Speichertechnologien, Netzausbau und Versorgungssicherheit sowie die wirtschaftlichen Potenziale erneuerbarer Energien werden dabei diskutiert. Das Seminar beleuchtet zudem mögliche Risiken neuer Technologien: Welche Gefahren stecken beispielsweise im Fracking-Verfahren und wie können Journalisten diese erkennen, einschätzen und seriös kommunizieren?
  • Zum Abschluss des Kollegs im vierten Seminar werden weitere Möglichkeiten für ein nachhaltiges Energiesystem vorgestellt. Energieeffizienz und Elektromobilität sind dabei wichtige Stichpunkte, ebenso wie Ideen zu neuen Materialien und nachhaltiger Stadtplanung. Alle Seminare enthalten zudem Workshops, in denen die Kollegiaten von erfahrenen Wissenschaftsjournalisten wichtige Tipps für die tägliche Arbeit in der Redaktion beim Umgang mit wissenschaftlichen Themen bekommen.