Prof. Adelheid Kuhlmey

Welche neuen Ansätze gibt es für Therapie und Pflege?

 

Adelheid Kuhlmey Foto: privat

Durch den demografischen Wandel treten einige Krankheiten immer häufiger auf und betreffen mehr Patienten. Wie sie verlaufen, welche Krankheitslast sie mit sich bringen und welche neuen Ansätze aus den Sozialwissenschaften für Therapie und Pflege zur Verfügung stehen, erklärt Adelheid Kuhlmey in den „Tauchgängen in die Wissenschaft“.

Kuhlmey beschäftigt sich in ihrer wissenschaftlichen Arbeit vor allem mit dem demografischen Wandel und seinen Konsequenzen für die Entwicklung des Gesundheitssystems und stellt dabei die Frage nach der Lebensqualität älterer Menschen in den Mittelpunkt. Die Gerontologin ist seit  März 2002 Direktorin des Instituts für Medizinische Soziologie am Zentrum für Human- und Gesundheitswissenschaften der Berliner Hochschulmedizin.

Sie war zuvor unter anderem als Professorin für Gerontologie und Medizinsoziologie an der Fachhochschule Neubrandenburg und an der Fachhochschule Braunschweig/ Wolfenbüttel tätig. Wichtige Fragestellungen ihrer Arbeit sind beispielsweise die Gesundheits- und pflegerische Versorgung alter Menschen, Altern und Gesundheit im Geschlechtervergleich und die Gesundheitsförderung im Alter. Sie war von 1999 bis 2009 Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, der alle zwei Jahre in Gutachten für das Bundesministerium für Gesundheit die gesundheitliche Versorgung in Deutschland analysiert.

Im dritten Seminar der „Tauchgänge in die Wissenschaft“ wird sie in erster Linie den Folgen von Demenzerkrankungen nachgehen, von den Symptomen über den Verlauf der Krankheit bis hin zu gesundheitspolitischen Fragen wie Pflegestufen oder Schwerpunktsetzung in der Betreuung von Patienten. Dabei wird sie vor allem aufzeigen, welche neuen Ansätze Gerontologie und Gesundheitswissenschaften für den Umgang mit Demenz entwickelt haben.