Prof. Elisabeth Steinhagen-Thiessen

Was kann Prävention für gesundes Altern beitragen?

Elisabeth Steinhagen-Thiessen

Elisabeth Steinhagen-Thiessen

Mit 80 noch topfit oder mit 60 schon gebrechlich? Wie wir altern, hängt längst nicht nur von den Genen ab, sondern auch von der Umwelt und unserer Lebensführung. Mit Ernährung, Sport oder geistiger Aktivität lässt sich der Alternsprozess beeinflussen. Elisabeth Steinhagen-Thiessen erklärt in den „Tauchgängen in die Wissenschaft“, wie sich diese Erkenntnisse für Prävention nutzen lassen.

Steinhagen-Thiessen leitet die Forschungsgruppe Geriatrie der Charité. Sie hat in der Arbeitsgruppe „Altern in Deutschland“ der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina mitgearbeitet und ist Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Klinisch-Geriatrischen Einrichtungen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Beschäftigung mit Demenz, Diabetes und Schlaganfällen. Auch Technik und Alter, Prävention und Risikofaktoren sowie der Fettstoffwechsel zählen zu ihren Forschungsschwerpunkten. Besonders engagiert sie sich in der Berliner Altersstudie (BASE), in der seit über zwei Jahrzenten die Lebenssituation von Menschen im höheren und hohen Alter untersucht wird.

Im dritten Seminar der „Tauchgänge in die Wissenschaft“ wird Steinhagen-Thiessen auf die Bedeutung der Vorbeugung eingehen. Sowohl das körperliche Wohlbefinden im Alter als auch die kognitiven Fähigkeiten lassen sich damit beeinflussen. Selbst für Alzheimer gelten Vorsorgemaßnahmen wie ein sozial aktives Leben mit vielfältigen geistigen Anregungen und vor allem Bewegung als bisher beste Möglichkeit, um die Krankheit zu verhindern. Die Altersmedizinerin wird aufzeigen, welche Möglichkeiten es bereits gibt und auch die Frage thematisieren, ob der Prävention vor dem Hintergrund des demografischen Wandels nicht viel mehr Bedeutung beigemessen werden sollte.