Prof. Gabriele Meyer

Wie muss die Pflege der Zukunft aussehen?

Gabriele Meyer

Gabriele Meyer

Mit der steigenden Lebenserwartung steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigen. Eine ausreichende Zahl von Pflegeangeboten und eine gute Qualität der Betreuung sind deshalb wichtig, ebenso wie der Wunsch vieler Betroffener, möglichst lange und möglichst selbstbestimmt zuhause leben zu können. Welche Herausforderungen das mit sich bringt, diskutiert Gabriele Meyer in einer Runde mit anderen Experten.

Nach einer Ausbildung zur Krankenschwester und einem Lehramtsstudium arbeitete Meyer als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promovendin an der Universität Hamburg. Sie war als Juniorprofessorin in Bremen und Professorin in Witten/Herdecke tätig und leitet seit 2013 das Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Vor allem Gesundheits- und Pflegefragestellungen des höheren Lebensalters stehen im Mittelpunkt ihrer Forschung, beispielsweise die Prävention von Stürzen, Versorgungsangebote für Menschen mit Demenz oder die Beschäftigung mit der Vermeidung von freiheitsentziehenden Maßnahmen in Alten- und Pflegeheimen. Meyer ist Mitglied der Arbeitsgruppe „Evidenzbasierung der Medizin bei Älteren“ an der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

„Alt + krank = arm? Können wir unsere Gesundheit noch bezahlen?“ lautet der Titel der Diskussionsrunde, an der Meyer im Rahmen des dritten Seminars der „Tauchgänge in die Wissenschaft“ gemeinsam mit anderen Experten teilnehmen wird. Darin wird der Frage nachgegangen, was der demografische Wandel für die Gesundheitsversorgung der Menschen bedeuten wird. Meyer wird dabei den Schwerpunkt vor allem auf die Frage legen, welche Probleme es hinsichtlich der Pflege derzeit gibt und welche Lösungen zukunftsweisend sind.