MARUM

Das MARUM – dem Meer auf den Grund gehen

Dem Meer auf den Grund gehen - das ist das Motto am MARUM. Foto: MARUM, Universität Bremen

Die Rolle des Ozeans im System Erde wird am MARUM erforscht. Foto: MARUM, Universität Bremen

Das MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen entschlüsselt mit modernsten Methoden und eingebunden in internationale Projekte die Rolle des Ozeans im System Erde – insbesondere in Hinblick auf den globalen Wandel. Es erfasst die Wechselwirkungen zwischen geologischen und biologischen Prozessen im Meer und liefert Beiträge für eine nachhaltige Nutzung der Ozeane.

Das MARUM ist auf drei Forschungsfeldern aktiv: Es ergründet die Wechselbeziehungen zwischen Ozean und Klima, nimmt biogeochemische Prozesse am und im Meeresboden genauer unter die Lupe und untersucht, wie Sedimente im Meer ab- und umgelagert werden. MARUM-Expeditionen führen auf die Nordsee und in das Mittelmeer, aber auch ins Schwarze Meer, den Indischen und Pazifischen Ozean sowie verschiedene Regionen des Atlantiks.

Auf ihren Expeditionen untersuchen die Forscher vor allem Ablagerungen und Prozesse am Meeresboden wie heiße und kalte Quellen oder die Dynamik von Sedimentumlagerungen. Für MARUM-Wissenschaftler ist der Meeresboden ein Archiv, in dem zum Beispiel Informationen über Klimaveränderungen gespeichert sind.

Die Umweltarchive des Meeres reichen viele Zehnermillionen Jahre zurück und bilden die zeitlich längsten, kontinuierlichen Archive natürlicher Klimaveränderungen. MARUM-Wissenschaftler nutzen zum Beispiel Meeresablagerungen und fossile Korallen, um zu untersuchen, wie sich die Meeresumwelt in der jüngeren Erdgeschichte veränderte und wie diese natürlichen Veränderungen im Ozean andere Komponenten des Klimasystems beeinflussten beziehungsweise von diesen beeinflusst wurden.

Um Daten von der Küste bis in die Tiefsee gewinnen zu können, ist das MARUM an der Entwicklung neuer Technologien für die Meeresforschung beteiligt, beispielsweise von Tauchrobotern, Unterwasserfahrzeugen oder Meeresboden-Bohrgeräten.